Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose axillaris)
Weniger schwitzen. Mehr Sicherheit im Alltag.
Übermäßiges Schwitzen unter den Achseln kann den Alltag, die Kleiderwahl und das persönliche Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Bei einer starken, fortbestehenden primären axillären Hyperhidrose kann Botulinum die Schweißproduktion gezielt und vorübergehend reduzieren – medizinisch begründet und individuell geplant.
BEHANDLUNGSDAUER
etwa 30 Minuten
WIRKUNGSEINTRITT
innerhalb einer Woche
WIRKUNGSDAUER
etwa 6 Monate

Wenn Schwitzen zur Belastung wird
Schwitzen ist eine lebenswichtige Funktion zur Regulation der Körpertemperatur. Bei einer Hyperhidrosis axillaris produzieren die Schweißdrüsen in den Achseln jedoch deutlich mehr Schweiß, als für diese Regulation erforderlich wäre.
Typisch ist starkes Achselschweiß unabhängig von Wärme oder körperlicher Anstrengung. Sichtbare Schweißflecken, häufiges Umziehen und die Sorge vor Geruch oder unangenehmen Situationen können Beruf, Freizeit und soziale Kontakte spürbar beeinträchtigen.
Eine anerkannte medizinische Behandlung
Botulinumtoxin Typ A ist in Deutschland zur Behandlung einer starken, fortbestehenden primären Hyperhidrosis axillaris zugelassen, wenn diese den Alltag beeinträchtigt und äußerliche Behandlungen keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben.
Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, klären wir vorab in einem ausführlichen ärztlichen Gespräch. Dabei berücksichtige ich die Stärke der Beschwerden, bisherige Therapieversuche und mögliche Gegenanzeigen.
Wie wirkt Botulinum bei Hyperhidrose?
Die Schweißdrüsen werden über Nervenimpulse aktiviert. Der Botenstoff Acetylcholin überträgt dabei das Signal an die Drüsen, Schweiß zu produzieren.
Botulinumtoxin Typ A hemmt die Freisetzung dieses Botenstoffs im behandelten Bereich. Dadurch werden die Schweißdrüsen vorübergehend deutlich weniger aktiviert und die Schweißproduktion nimmt deutlich ab.
Die Behandlung wirkt lokal in den Achseln. Die natürliche Fähigkeit des Körpers, seine Temperatur über andere Hautbereiche zu regulieren, bleibt erhalten.
So verläuft die Behandlung
Vor der Behandlung klären wir, wie stark das Schwitzen Ihren Alltag belastet, welche Maßnahmen Sie bereits ausprobiert haben und ob Hinweise auf eine andere Ursache bestehen. Anschließend wird das betroffene Areal genau bestimmt und gleichmäßig behandelt.
Beratung und Diagnose
Wir besprechen Beginn, Häufigkeit und Auslöser der Beschwerden sowie Vorerkrankungen und Medikamente. Auch bisherige äußerliche oder andere Behandlungen werden berücksichtigt.
Markierung und Injektion
Das Schweißareal wird markiert. Anschließend wird Botulinum mit einer sehr feinen Nadel oberflächlich an mehreren Punkten gleichmäßig in die Haut beider Achseln injiziert.
Wirkung und Verlauf
Eine deutliche Reduktion des Schwitzens zeigt sich meist innerhalb der ersten Woche. Die Wirkung hält häufig sechs Monate an, kann individuell aber kürzer oder länger ausfallen.
Mögliche Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Die Behandlung ist bei fachgerechter Anwendung in der Regel gut verträglich. Vorübergehend können Schmerzen, kleine Schwellungen oder Druckempfindlichkeit an den Einstichstellen auftreten.
Möglich sind außerdem ein zeitweilig verändertes Hautgefühl und lokale Trockenheit.
Während Schwangerschaft und Stillzeit, bei bestimmten neuromuskulären Erkrankungen, einer bekannten Überempfindlichkeit oder Entzündungen im Behandlungsbereich setze ich Botulinum nicht ein. Blutverdünnende Medikamente erfordern eine individuelle ärztliche Beurteilung und dürfen nicht eigenständig abgesetzt werden.
Kosten und mögliche Erstattung
Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Ärzte und nach der benötigten Wirkstoffmenge. Den konkreten Behandlungsaufwand und die voraussichtlichen Kosten kann ich Ihnen nach der persönlichen Untersuchung nennen.
Da die starke axilläre Hyperhidrose eine anerkannte medizinische Diagnose ist und für diese Indikation ein zugelassenes Botulinumpräparat zur Verfügung steht, kann eine Erstattung im Einzelfall möglich sein.
Ob und in welchem Umfang Ihre Krankenversicherung die Kosten übernimmt, hängt von den medizinischen Voraussetzungen, Ihrem Tarif und einer möglichen vorherigen Genehmigung ab. Bitte klären Sie die Erstattung vor Behandlungsbeginn mit Ihrer Versicherung.
Beratung bei übermäßigem Schwitzen
In einem persönlichen Gespräch klären wir, ob eine primäre axilläre Hyperhidrose vorliegt und eine Behandlung mit Botulinum für Sie medizinisch sinnvoll ist.
Häufige Fragen zur Hyperhidrose-Behandlung
Was ist eine Hyperhidrosis axillaris?
Hyperhidrosis axillaris bezeichnet ein übermäßiges Schwitzen in den Achseln, das über die für die Temperaturregulation erforderliche Schweißproduktion hinausgeht.
Wann kommt Botulinum als Behandlung infrage?
Die zugelassene Anwendung betrifft eine starke, fortbestehende Hyperhidrose beider Achseln, die den Alltag beeinträchtigt und auf äußerliche Behandlungen nicht ausreichend anspricht.
Vor der Behandlung müssen mögliche Ursachen und individuelle Gegenanzeigen geprüft werden.
Wie wird Botulinum in den Achseln angewendet?
Das betroffene Schweißareal wird markiert. Anschließend wird Botulinum mit einer feinen Nadel oberflächlich an mehreren Punkten in die Haut injiziert.
Durch die gleichmäßige Verteilung wird das gesamte relevante Areal behandelt.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die meisten Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung als gut aushaltbar. Spürbar sind meist kurze kleine Pikser oder ein leichtes Brennen.
Bei erhöhter Empfindlichkeit kann vorab eine örtlich betäubende Creme angewendet werden.
Wann beginnt die Wirkung und wie lange hält sie an?
Die Schweißproduktion nimmt meist innerhalb der ersten Woche deutlich ab. Die Wirkung hält häufig etwa sechs Monate an und kann individuell auch länger bestehen.
Wenn die Wirkung nachlässt und die Beschwerden zurückkehren, kann nach ärztlicher Beurteilung eine erneute Behandlung erfolgen.
Übernimmt die Krankenversicherung die Kosten?
Eine Kostenübernahme kann bei medizinisch gesicherter, starker axillärer Hyperhidrose im Einzelfall möglich sein. Häufig werden Nachweise über die Diagnose und bereits erfolgte Behandlungsversuche verlangt.
Eine verbindliche Entscheidung trifft ausschließlich Ihre Krankenversicherung. Bitte lassen Sie sich eine mögliche Erstattung möglichst vor der Behandlung bestätigen.